BW Leipzig Hbf-West



252 004-7


Das Vorbild:
  In der zweiten Hälfte der achtziger Jahre nahm die DDR jährlich mehr elektrifizierte Streckenabschnitte in Betrieb. Die Lokomotiven der Baureihe 250 reichten nicht mehr aus, um den schweren Güterzugdienst zu bewältigen. Deshalb gab die DR beim Kombinat LEW die Baureihe 252 in Auftrag. Diese sollte als "Mix" aus der BR 250 (mechanischer Teil) und der BR 243 (elektrischer Teil) entstehen. Bis 1988 erwog die DR die Beschaffung von 350 Lokomotiven in den Varianten
80 km/h, Ersatz für BR 251
225 km/h, Ersatz für BR 250
160 km/h, Transit Helmstedt - Berlin (West).
Während der Entwicklung fiel die innerdeutsche Grenze, womit der Einsatz neuen Know-hows möglich wurde und in verschiedenen Konfigurationen in vier Baumusterlokomotiven zum Einsatz kam. Bei denen sollte es aber auch bleiben, denn nach der Währungsunion brach die Industrieproduktion und mit ihr der Eisenbahngüterverkehr zusammen.
Zwei Lokomotiven sind mit einer von der DR 243 abgeleiteten Steuerelektronik (LSL-Technik) ausgerüstet, die beiden anderen mit einer Siemens-Mikroprozessor-Steuerung (SIBA 16-bit). Bei gleicher Masse von 120 t liegt die Stundenleistung der BR 252 (mit den leistungsfähigen Motoren der BR 212) mit 5880 kW deutlich über der der BR 250, welche auf 5400 kW kommt. Die DR-Baureihenbezeichnung 252 änderte sich 1992 mit der Übernahme der DR durch die DB in BR 156.

Die BR 252/156 im WWW:
Wikipedia: DR-Baureihe 252